Bericht von der Hauptsonderschau am 30.09.2007 in Kayna Sachsen-Anhalt des Wassergeflügelzuchtvereins Sachsen-Anhalt
Den Reigen bei den Gänsen eröffneten 4 Pommerngänse, die in der geforderten Eiform mit einer sehr guten Körperbreite gefallen konnten. Bei den Jungtieren hätten die Wammen ausgeprägter und die Hälse stärker sein können.
Die fünf graugescheckten Pommern zeigten klare Abzeichen im Scheckungsbild. Ebenfalls gibt es keine größeren Ausfälle mehr, was die Schwanzbinde betrifft. Etwas stärkere Hälse und typische Ramsköpfe hätten dieser Kollektion zu noch mehr Adel verholfen.
Die Lockengänse zeigten höhen und tiefen. Obwohl es sich hier nur u Alttiere handelte, zeigten sie sich im Typ und Massigkeit sehr unterschiedlich. Die Lockenstruktur konnte durchweg gefallen. Die mit V-EST 1 herausgestellte Altgans von Schwendemann zeigte das zurzeit machbare.
Zwei Fränkische Landgänse in blau zeigten, das es sie auch in unseren Breiten in der geforderten Qualität gibt. HV ESV für eine junge 0,1 von Dienemann.
Einen majestätischen Aufmarsch, die neun weißen Höckergänse des Jahrganges 2007. Beide Aussteller zeigten durchweg die beweglichen, straffen und eleganten Typen mit reiner Farbe, Halsadel und satter Schnabel-,Höcker- und Lauffarbe. Die mit V-LVE und Hv E herausgestellten Tiere von Aechtner zeigten regelrecht, das sie die Vollblüter unter den anwesenden Gänsen waren.
Schön, dass auch einmal Elsässer Gänse auf dieser Schau vertreten waren. Jene vier ausgestellten Tiere zeigten sich in ihren breiten Körperbau mit den abgerundeten Formen bei verhältnismäßig niedrigem aber dennoch breitem Stand. Die zwei 95er Tiere von Scholz konnten schon gefallen.
Den Abschluss bei den Gänsen bildeten die Tschechischen Gänse eines Ausstellers. Allgemein gefielen sie in ihrer geforderten etwas tiefen Stellung und den allseits sichtbaren Rundungen. Auch die Hälse waren kurz und hätten teilweise etwas kräftiger sein können. Schnabel und Lauffarbe hätten noch mehr Farbintensität zeigen können.
Die große Kollektion der Enten eröffneten die Warzenenten mit 28 Tieren in vier Farbenschlägen. Die neun Wildfarbigen zeigten durchweg sg Rumpflänge und glanzreiche Wildfärbung mit sichtbaren Spiegeln. Was die Warzenbildung Betraf hätten die Schnabelwarzen noch mehr Zungenform zeigen und die Masken teilweise noch glatter sein können. Die drei 95er Tiere waren schon richtungweisend.
Ausgeglichen war das Bild bei den vier Blau-wildfarbigen, denen es nur noch an Reife fehlte. Gefallen konnte die Qualität bei den 10 weißen Warzenenten. Als der Farbenschlag auf höchsten Niveau und größter Verbreitung, zeigten die ausgestellten Tiere durchaus rassige Merkmale, alle mit 1x“V“, 2x Hv, 6x 95 Punkte und 1x 94 Punkte, zeigte sich der amtierende Preisrichter als großer Förderer dieses Farbenschlages. „V“ EKZV für eine 0,1 von Riedel. Die Note Hv. Gab es für Schielke und nochmals für Riedel.
Die fünf Schwarz-Gecheckten zeigten sich in Sg-Qualität. Wünsche bestanden noch in der Fertigkeit von Warze und Körperbau.
Bei den 13 Sachsenenten zeigte eigentlich jedes Tier die geforderte kräftige Landentenform. Dennoch konnten einige 1,0 in der Unterlinieneleganter und straffer sein können. Wünsche gab es ebenfalls in der Kopffarbe sowie in der Beschaffenheit der Spiegelfedern.
Einen überragenden 1,0 stellte Hilpert. Verdienter Lohn dafür V LVE. Die mit Hv E herausgestellte 0,1 vom gleichen Züchter zeigte sich von der besten Seite.
Die vier deutschen Pekingenten gefielen in den Hauptmerkmalen. Auf intensiven gelben Anflug und markanteren Schnabeleinbau ist auch in Zukunft zu achten.
Hv E1 für eine rassige 0,1 von Berger.
Einen Aufmarsch der besonderen Art boten die Amerikanischen Pekingenten mit 11 Vertretern. Bei der Mehrzahl sah man kräftige abgerundet rechteckige ur leicht angehoben getragene Körper mit reiner Gefiederfarbe. Auch die Schnabel- und Lauffarbe konnte durchweg gefallen. Wünsche bestanden Größtenteils in der Gefiederstraffheit und den Unterlinien. V-ESV für einen feinen 1,0 von Dörfer.
Mit reichlich Fingerspitzengefühl wurden die acht Altrheiner Elsterenten in schwarz und blau bewertet. Kräftige Körper, straffes Gefieder und klar abgegrenzte Scheckungsfelder kennzeichneten diese Kollektion. Einigen Tieren hätte etwas mehr Rumpflänge besser gestanden. Der mit Hv E1 herausgestellte Erpel von Lihs konnte schon gefallen.
Erstaunlich war die Zahl von 16 Orpingtonenten. Den leicht aufgerichteten Stand mit der geforderten Walzenform zeigten alle Tiere. Dunkle Schnabelfarbe und fehlende Eleganz in der Unterlinie bedeutete einige male Punktabzug. Die schöne gleichmäßige, ledergelbe Farbe zeigten alle Enten. Auch die Kopffarbe der Erpel gab wenig zu beanstanden. Eckhard stellte mit V-ESV und Hv E die Spitzentiere.
19 Cayugaenten zeigten von der Beliebtheit dieser edlen Rasse. Die Mehrzahl der gezeigten Tiere zeigte straffe Formen mit Grünglänzender Gefiederfarbe. Ebenfalls gefielen die Köpfe sowie die satt schwarze Lauffarbe. Wünsche hatte der Preisrichter in der Rückendeckung und der teilweise fehlenden eleganten Halsführung. Herausragend der mit V KVE bewertete 1,0 von Dörfer. Die drei khakifarbigen Campellenten lagen in höheren Sg Bereich.
Die 12 Streicherenten konnten ihr Publikum durchweg überzeugen.Straffe, leicht aufgerichtete Formen mit passender Farbe und Zeichnung überzeugten den Preisrichter. Bei den Enten muss aber weiterhin darauf geachtet werden, dass die Kopfzeichnung sich weitgehend auf den Scheitel beschränkt. Hv ESV gab es für einen rassigen 1,0 von Dienemann.
Die drei Ovenberger Enten waren Mittelmaß. Es wäre wünschenswert, wenn sich zukünftig noch mehr Liebhaber für diese attraktive Rasse finden würden.
Bei den Landenten standen drei glattköpfige Vertreter im Blau-Wildfarbigen Farbenschlag.
Erstaunlich hoch die Zahl von 15 weißen Landenten mit Haube. Die Mehrzahl zeigte den geforderten vollfleischigen Rumpf mit der schönen, bogenförmigen Halsführung. Tiere mit schiefen, nicht mittig sitzenden Hauben und gelben Anflug gehörten eigentlich nicht auf solch eine Sonderschau.
Der mit Hv. E herausgestellte Erpel wusste zu gefallen.
Die 24 Laufenten in fünf Farbenschlägen zeigten Höhen und Tiefen. Bei den vier Wildfarbigen stimmten Haltung und Körperlänge. Farblich jedoch gab es Ausfälle. Edle Körper sah man bei den fünf Weißen. Der gelbe Anflug bei manchem Tier schloss höhere Noten aus. Gefallen konnte die Zeichnung mit passender Farbgestaltung bei den sechs Rehfarbig-Gescheckten. Die sichtbaren Schultern, bei einigen Tieren, störten das Gesamtbild.
Von höchster Güte waren die zwei erbsgelben Enten. Hv E1 für eine feine 0,1 von Berndorf.
Die sieben Blau-gelben Laufenten befanden sich qualitativ ebenfalls auf hohen Stand. Bei diesen Tieren sah man, dass die Käfigdressur die halbe Miete ist. Die mit V-ES2 herausgestellte Ente, ebenfalls von Berndorf war ein absoluter „Renner“.
Wie beliebt die Hochbrutflugenten sind, zeigte die Zahl von 70 Tieren in acht Farbenschlägen. Den Anfang machten die 26 Wildfarbigen, bei denen es einige Ausfälle wegen mangelhafter Flügelhaltung gab. Die Mehrzahl der Tiere zeigte den geforderten bootsförmigen Rumpf mit den dazugehörigen Waagrechten Stand. Hv ESV für eine 1,0 von Christner. Die drei Silber-Wildfarbigen zeigten sich farblich nach dem Vorbild der Streicherenten.
Vier wildfarbig- Gescheckte waren im SG Bereich. Beim weißen Farbenschlag sah man schon bessere Vertreter
HvE1 für eine feine 0,1 von Christner.
Eine Schwarze, zwei Schwarz- Weiß- Gescheckte und eine Blaue machten eine sehr gute Werbung für ihre Farben.
Nach wie vor von hohen Beliebtheitsgrad zeigten die 27 Blau- Gelben. Bei den 1,0 störten teilweise haarige Spiegel und Grüne Schnäbel. Schade, dass die Enten mit einer klaren Zügelzeichnung immer eine zu helle Brust- und Bauchfarbe zeigen. Hv ESV gab es für eine rassige Ente von Degener.
Den Abschluss bildeten wie immer die Zwergenten, die mit 54 Vertretern in 7 Farbschlägen antraten. Die 24 Wildfarbigen zeigten durchweg SG Qualität. Die Hauptforderungen des Preisrichters lagen bei den Kopfpunkten. Herausragend die mit Hv ESV bewertete 0,1 von Berger.
Vier Silber- Wildfarbige waren qualitativ ausgeglichen, Eine 0,1 von Bartsch wurde mit Hv E1 herausgestellt.
Die Wildfarbig- Weißgescheckten lagen im SG. Bereich..
Bei den 9 Weißen sah man puppige Köpfe und Typischen Schnabeleinbau. Im Körper dürfen sie aber nicht länger werden. V-EST für einen feinen 1,0 von Jahr.
Bei den Schwarzen und gelben gibt es noch einiges zu tun. Die anwesenden Tiere von Berger befanden sich auf den richtigen Weg.
Die acht Blau- gelben zeigten sich SG .in Länge und Breite. Stirnmäßig hätten sie noch etwas zulegen Können. Jens Bartsch
Zuchtwart des Wassergeflügelzuchtvereins Sachsen- Anhalt
|